2026 | Zeitschriftenartikel
DOI: https://doi.org/10.1353/fou.00032
Dieser Artikel nutzt Foucaults Konzept des ‚Sadomasochismus‘ als kritisches Werkzeug, um die Dynamik von Macht neu zu überdenken. In sadomasochistischen Szenen ist die Autorität der Person in der dominanten Rolle nicht absolut, sondern hängt von den Bedingungen, Wünschen und Handlungsmöglichkeiten der submissiven Partner*in ab. Diese Wechselbeziehung destabilisiert starre, einseitige Machtvorstellungen und offenbart Macht als einen instabilen, performativen Prozess, der ständig ausgehandelt wird. Das ständige Verschieben der Kontrolle zwischen den Beteiligten zeigt, dass Dominanz und Unterwerfung keine festen Positionen sind, sondern umkehrbare Konfigurationen, die durch stillschweigende und explizite Vereinbarungen geprägt werden. Auf diese Weise hinterfragen solche Praktiken herkömmliche Machtstrukturenn analytischen Rahmen, um Macht als einen wechselseitigen, vergänglichen und relationalen Mechanismus zu verstehen, anstatt als eine inhärente oder dauerhafte Eigenschaft. und bieten eine
Foucault Studies _Sadomasochism in Foucaults Thought and Its Potential Critical Dimension“]